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„Richtschnur oder Sonntagsrede? Die Bedeutung politischer Programme einst und jetzt“

Diskussionsforum anlässlich des 135. Jahrestags des Gothaer Vereinigungsparteitags

Mittwoch, 26. Mai 2010, 19:00-21:00 Uhr
Tivoli Gotha, Am Tivoli 3, 99867 Gotha
 
Vortrag von und Diskussion mit:
- Knut Kreuch, Oberbürgermeister von Gotha
- Prof. Dr. Beatrix Bouvier, Historikerin, Leiterin des Karl-
Marx-Hauses 2003-2010
- Matthias Hey, MdL, kommunalpolitischer Sprecher der SPD-
Landtagsfraktion

Lesung mit Lars Brandt

Das Jahr 2010 ist geprägt von Erinnerungen an die vielen Ereignisse der Jahre 1989 und 1990 von den ersten Demonstrationen bis zur Vollendung der deutschen Einheit. Der Besuch Willy Brandts am 27. Januar 1990 in Gotha wird für viele Gothaer unvergessen bleiben. Einer, der den Aufstieg Willy Brandts aus nächster Nähe miterlebte, ist sein Sohn Lars Brandt. Über das Verhältnis zu seinem berühmten Vater schrieb er das von Kritikern viel gelobte Buch Andenken.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gotha lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Lesung mit Lars Brandt aus dessen Buch Andenken am Mittwoch, den 24. März 2010 um 19.00 Uhr in den historischen Saal der Gedenkstätte Gothaer Tivoli, Am Tivoli 3 ein. Im Anschluss sind alle Interessierten eingeladen mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Alle Werke des Autors können vor Ort erworben werden.

Lars Brandt wurde 1951 als zweiter Sohn des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Willy Brandt und dessen Frau Rut geboren. Er studierte Politologie, Soziologie, Philosophie und arbeitet als freier Künstler, Autor und Filmemacher "an der Schnittstelle von Bild und Wort".
Sein Buch Andenken ist eine Geschichte zwischen Vater und Sohn, zwischen Politik und Privatleben, zwischen Zuneigung und Distanz: Lars Brandt zeichnet das Porträt seines Vaters Willy Brandt, und er erzählt zugleich von einer zutiefst persönlichen Beziehung.
Alle glauben, Willy Brandt zu kennen. Er war die Identifikationsfigur einer ganzen Generation. Jeder hat sein eigenes Bild vom Bundeskanzler und SPD-Vorsitzenden. Lars Brandt aber erzählt, was er in seinem Vater sieht: "Hätte man diesen Menschen von seinen Widersprüchen befreien wollen, wäre wenig von ihm übrig geblieben."
Unverwechselbar, persönlich und von großer Zuneigung getragen ist dieses Buch, das sich von allem unterscheidet, was über Willy Brandt geschrieben wurde. Hier geht es nicht um Politik oder Biographie, sondern um das Verhältnis zwischen Vater und Sohn.

Ausgehend von einzelnen Momenten - Kindheitserinnerungen an das Berlin des Bürgermeisters Brandt, das gemeinsame Angeln, die Atmosphäre in der Kanzlervilla in Bonn bis hin zum letzten Besuch am Krankenbett - beschreibt der Autor ein Terrain, das nur er allein kennt. Absurdes wird nicht ausgespart, aber nichts wird zur Anekdote vereinfacht, wenn Willy Brandt Fischsuppe für Herbert Wehner kocht oder der Sohn des rumänischen Diktators auf Staatsbesuch damit angibt, wie viele Bären er gerade erlegt hat.
Man folgt Lars Brandt und zuweilen vergisst man, wie berühmt dieser Vater gewesen ist, den man hier in seinen privatesten Augenblicken sieht. In seinem persönlichen Andenken, mit genauer, knapper und einfühlsamer Sprache erzählt, zeigt Lars Brandt den widersprüchlichen Menschen, der eine so ungeheure Überzeugungskraft besaß.

 

Quelle: www.gotha.de


„Der Rote Bock“ - Gotha 2010

Preis für sozialdemokratisches Engagement in Ost- und
Mitteleuropa

Die alte Haupt- und Residenzstadt Gotha ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der deutschen Arbeiter-klasse. Ihre führende Partei - die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat in Gotha ihre Wurzeln. Auf dem Gothaer Parteitag vom 22. bis 27. Mai 1875 haben sich der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein und die Sozialdemo-kratische Arbeiterpartei Deutschlands zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zusammengeschlossen. Damit hatte Deutschland erstmalig eine große sozialdemokra-tische Partei, welche die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland vertrat. Neben August Bebel und Wilhelm Liebknecht zählte der Gothaer Schuhmacher Wilhelm Bock zu den führenden Vertretern der neuen deutschen Partei. Wilhelm Bock war einer der ersten deutschen Sozialdemokraten der als Abgeordneter 1884 noch während der Sozialistengesetze unter Reichskanzler Bismarck in den Deutschen Reichstag einzog. In den Jahren 1924 bis 1928 war er mehrmals sogar Alterspräsident des deutschen Parlaments. Der berühmte deutsche Philosoph Karl Marx schrieb über die Wirkungen des Jahres 1875 seine „Randglossen zum Gothaer Programm". Damit erschien der Name der Stadt Gotha millionenfach auf Buchtiteln in mehr als einhundert Sprachen.

Das Gebäude der „Tivoli", in dem der Gothaer Parteitag 1875 stattfand, ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts als „Nationale Gedenkstätte der Deutschen" eingestuft. Einst als viel besuchtes Museum aufgebaut, sorgte die Stadt Gotha ab 1995 für eine liebevolle Restaurierung des Anwesens und übertrug das Haus dem Förderverein „Gothaer Tivoli e. V.".

Anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Gothaer Parteitag" besuchte der deutsche Bundeskanzler Dr. Gerhard Schröder die Residenzstadt und weihte das neue Haus ein.

 

Dem „Tivoli" ein Profil zu geben und der deutschen Sozial-demokratie eine Stätte ihrer Wurzeln zu erhalten, führte den sozialdemokratischen Gothaer Oberbürgermeister im Jahre 2007 zu Gesprächen beim Parteivorstand der SPD. Hier entstand die Idee, den „Tivoli", wo einst revolutionäre Ideen zur deutschen Arbeiterbewegung geboren worden sind, als Haus der europäischen Sozialdemokratie zu profilieren. Die Sozialdemokratie in den ehemaligen Ländern des Kommu-nismus braucht am Anfang des 21. Jahrhunderts mehr denn je die Unterstützung der sozialen Demokraten in Deutsch-land. Damit war die Idee geboren. Die Gedenkstätte des Gothaer Parteitages von 1875 kann sich zu diesem Zentrum der Sozialdemokratie Europas, insbesondere der Demokraten Mittel- und Osteuropas entwickeln.

Um das Haus zu diesem Bindeglied aufzubauen, stiftet der sozialdemokratische Oberbürgermeister der Residenzstadt Gotha, Knut Kreuch, im Jahre 2008 erstmals einen Preis für aufrechte Demokraten in Mittel- und Osteuropa. Der Preis trägt natürlich den Namen des Mannes, der, wie kaum ein Anderer, an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert die Stadt Gotha prägte. Der „Rote Bock" ist eine Verneigung vor der Lebensleistung von Wilhelm Bock, der Zeit seines Lebens, ein Sohn seines Volkes und seiner Heimatstadt Gotha war.

Auf Vorschlag des Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, wurde der Preis „Der Rote Bock" am 24. Mai 2008 erstmalig verliehen. Erster Preisträger war der ehemalige Ministerpräsident von Tschechien und Vorsitzende der tschechischen Sozialdemokraten, Jiří Paroubek.

Andres Tarand, der engagierte Europapolitiker und ehe-malige Ministerpräsident Estlands erhielt den Preis im Jahre 2009 für seinen persönlichen Einsatz zur Demokratisierung seines Heimatlandes, für seinen beispielgebenden Beitrag zur europäischen Integration Estlands, die zu vielfältigen fruchtbaren Verbindungen nach Deutschland führte, und seinen Einsatz zur Neugründung der sozialdemokratischen Partei seines Heimatlandes.

Im Jahr 2010 wird Professor Dr. Egon Bahr der Preis „Der Rote Bock" verliehen. Im 20. Jahr der deutschen Einheit ist es ein besonderes Bedürfnis den „Architekten der Ost-verträge", mit dessen Name das Motto „Wandel durch Annährung" untrennbar verbunden ist und der somit als Wegbereiter der deutschen Einigung gilt, zu würdigen.

 

Pressemitteilung zum "Roten Bock 2010"

Verleihung des "Roten Bock 2010" an Prof. Dr. Egon Bahr

Am Freitag, den 4. Juni 2010 findet um 18 Uhr im Historischen Saal des Gothaer Tivolis, der Gedenkstätte des Gothaer Parteitages von  1875, (Am Tivoli 3) in Gotha die Festveranstaltung zur Auszeichnung "Der Rote Bock 2010" an Professor Dr. Egon Bahr statt. Die Auszeichnung, eine Plakette, die ohne Dotierung verliehen wird, gilt Menschen, die sich in besonderer Art und Weise in Süd-, Ost- und Mitteleuropa um den Frieden und die soziale Demokratie verdient gemacht haben. Egon Bahr nimmt die Auszeichnung persönlich entgegen.

Die alte Haupt- und Residenzstadt Gotha ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der deutschen Arbeiterklasse. Ihre führende Partei - die Sozialdemokratische Partei Deutschlands - hat in Gotha ihre Wurzeln. Auf dem Gothaer Parteitag vom 22. bis 27. Mai 1875 haben sich der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein und die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschlands zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zusammengeschlossen. Damit hatte Deutschland erstmalig eine große sozialdemokratische Partei, welche die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland vertrat. Neben August Bebel und Wilhelm Liebknecht zählte der Gothaer Schuhmacher Wilhelm Bock zu den führenden Vertretern der neuen deutschen Partei. Wilhelm Bock war einer der ersten deutschen Sozialdemokraten der als Abgeordneter 1884 noch während der Sozialistengesetze unter Reichskanzler Bismarck in den Deutschen Reichstag einzog. In den Jahren 1924 bis 1928 war er mehrmals sogar Alterspräsident des deutschen Parlaments. Der berühmte deutsche Philosoph Karl Marx schrieb über die Wirkungen des Jahres 1875 seine "Randglossen zum Gothaer Programm". Damit erschien der Name der Stadt Gotha millionenfach auf Buchtiteln in mehr als einhundert Sprachen.



Das Gebäude der "Tivoli", in dem der Gothaer Parteitag 1875 stattfand, ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts als "Nationale Gedenkstätte der Deutschen" eingestuft. Einst als viel besuchtes Museum aufgebaut, sorgte die Stadt Gotha ab 1995 für eine liebevolle Restaurierung des Anwesens und übertrug das Haus dem Förderverein "Gothaer Tivoli e. V.".



Anlässlich des Jubiläums "125 Jahre Gothaer Parteitag" besuchte der deutsche Bundeskanzler Dr. Gerhard Schröder die Residenzstadt und weihte das neue Haus ein.



Dem "Tivoli" ein Profil zu geben und der deutschen Sozialdemokratie eine Stätte ihrer Wurzeln zu erhalten, führte den sozialdemokratischen Gothaer Oberbürgermeister im Jahre 2007 zu Gesprächen beim Parteivorstand der SPD. Hier entstand die Idee, den "Tivoli", wo einst revolutionäre Ideen zur deutschen Arbeiterbewegung geboren worden sind, als Haus der europäischen Sozialdemokratie zu profilieren. Die Sozialdemokratie in den ehemaligen Ländern des Kommunismus benötigt am Anfang des 21. Jahrhunderts mehr denn je die Unterstützung der sozialen Demokraten in Deutschland. Damit war die Idee geboren. Die Gedenkstätte des Gothaer Parteitages von 1875 kann sich zu diesem Zentrum der Sozialdemokratie Europas, insbesondere der Demokraten Süd-, Ost- und Mitteleuropas entwickeln.



Um das Haus zu diesem Bindeglied aufzubauen, stiftete der sozialdemokratische Oberbürgermeister der Residenzstadt Gotha, Knut Kreuch, im Jahre 2008 erstmals einen Preis für aufrechte Demokraten in Süd-, Ost- und Mitteleuropa. Der Preis trägt natürlich den Namen des Mannes, der, wie kaum ein Anderer, an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert die Stadt Gotha prägte. Der "Rote Bock" ist eine Verneigung vor der Lebensleistung von Wilhelm Bock, der Zeit seines Lebens, ein Sohn seines Volkes und seiner Heimatstadt Gotha war.



Auf Vorschlag des Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, wurde der Preis "Der Rote Bock" am 24. Mai 2008 erstmalig verliehen. Erster Preisträger war der ehemalige Ministerpräsident von Tschechien und Vorsitzende der tschechischen Sozialdemokraten, Jiří Paroubek.



Andres Tarand, der engagierte Europapolitiker und ehemalige Ministerpräsident Estlands erhielt den Preis im Jahre 2009 für seinen persönlichen Einsatz zur Demokratisierung seines Heimatlandes, für seinen beispielgebenden Beitrag zur europäischen Integration Estlands, die zu vielfältigen fruchtbaren Verbindungen nach Deutschland führte, und seinen Einsatz zur Neugründung der sozialdemokratischen Partei seines Heimatlandes.



Im Jahr 2010 wird Professor Dr. Egon Bahr der Preis "Der Rote Bock" verliehen. Im 20. Jahr der deutschen Einheit ist es ein besonderes Bedürfnis den "Architekten der Ostverträge", mit dessen Name das Motto "Wandel durch Annährung" untrennbar verbunden ist und der somit als Wegbereiter der deutschen Einigung gilt, zu würdigen.

Egon Bahr, im thüringischen Treffurt geboren, wird persönlich den Preis entgegennehmen. Neben dem Parteivorsitzenden und stellvertretenden Thüringer Ministerpräsidenten Christoph Matschie und dem Stifter des Preises, des sozialdemokratischen Oberbürgermeister Knut Kreuch, wird Egon Bahr das Wort an die anwesenden Gäste richten. Egon Bahr war vor 20 Jahren Zeitzeuge bei der Wiedergründung der Sozialdemokratischen Partei in Thüringen und des legendären Auftritts von Willy Brandt vor 100.000 Menschen auf dem Gothaer Hauptmarkt. Die Verleihung des "Roten Bock 2010" ist ein Zeichen für diese sozialdemokratische Arbeit vor Ort und des Gedenkens, dass vor 20 Jahren die Menschen Deutschlands ihre Einheit in die eigenen Hände nahmen. Die Saat von Egon Bahr ging auf.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Mikolajczak

Professor Peter Brandt im Gothaer Tivoli

Im Jahr 2010 jährt sich die Wiedervereinigung Deutschlands zum 20. Mal. In vielfältigen Veranstaltungen erinnert die Stadt Gotha an dieses historisch bedeutsame Ereignis. Aus diesem Anlass lädt der Oberbürgermeister der Stadt Gotha alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Vortrag und anschließendem Gespräch mit Prof. Dr. Peter Brandt zum Thema „Die deutsche Einigung in historischer Perspektive" am Mittwoch, den 24. Februar 2010 um 19.00 Uhr in den historischen Saal der Gedenkstätte Gothaer Tivoli, Am Tivoli 3 ein.

Prof. Dr. Peter Brandt, wurde als ältester Sohn von Rut und Willy Brandt 1948 in Berlin geboren und leitet den Arbeitsbereich Neuere Deutsche und Europäische Geschichte an der FernUniversität Hagen. Er hat mit einer Untersuchung zum Wiederaufbau der Arbeiterbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg promoviert und sich mit einer Arbeit über studentische Bewegungen und Frühnationalismus um 1800 habilitiert. Weitere Schwerpunkte seiner Forschungen liegen in den Gebieten „Deutsche Frage" im 19. und 20. Jahrhundert und in der vergleichenden europäischen Verfassungsgeschichte.

Prof. Dr. Peter Brandt ist Mitglied der historischen Kommission der SPD und des Vorstandes der Friedrich-Ebert-Stiftung. Neben vielen anderen öffentlichen Tätigkeiten ist er zudem Sprecher des Kuratoriums der Deutschen Gesellschaft e.V.

Für sein Engagement für die Annährung der beiden Teile Deutschlands und deren spätere staatliche Vereinigung sowie für die innere Einheit wurde Professor Dr. Peter Brandt 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.