Aktuelles

125 Jahre IG Metall: Vortrag "Gute Arbeit statt Turbokapitalismus"

„Spanien wird leben und auf die Dauer siegen. Aber wir …“

Vortrag u. Einführung: Prof. Dr. Jörg Wollenberg

Die Liedertour 2016 im Tivoli

Mittwoch, 17. August 2016, 19.30 Uhr
DIE LIEDER-TOUR 2016 – 26. Songfestival
THE BAND OF BROTHERS (Die Hagelberger)
American Songwriter Festival
Eintritt: 12 €, ermäßigt: 10 €
 
Die Amis kommen: “Die Hagelberger” gehen nach 45 Jahren noch einmal auf gemeinsame Akustik-Folk-Tournee und spielen als THE BAND OF BROTHERS
das 26. Songfestival der Liedertour: Tourstart am 17. August im Gothaer Tivoli!
Jesse Ballard  (Californien, USA)
Wayne Grajeda  (Californien, USA)
Ron Randolf  (Virginia, USA)
John Vaughan  (Florida, USA)
Robert Williams  (Oklahoma, USA)
“Saxophone Joe” Kučera  (Prag, CZ)
+ Ralf “Trotter” Schmidt  (Berlin, D)
Sie kamen aus verschiedenen Regionen der USA und aus noch unterschiedlicheren Gründen Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre nach Berlin und prägten fortan die Folk- und Singer/Songwriter-Szene im Westteil der geteilten Stadt. Eine gemeinsame Kreuzberger WG in der Hagelberger Straße No.14, in der über die Jahre mehr als 30 Gleichgesinnte aus der ganzen Welt lebten, gab später der Musiker-Kommune den Namen.
Jetzt nach 45 Jahren, immer noch hoch talentiert, unglaublich gutaussehend und mit umwerfendem Charme, gehen fünf der ehemaligen “Hagelberger”, ergänzt durch the one and only Mister “Saxophone Joe” Kučera (73) und Ex-Interzone-Bassist Ralf “Trotter” Schmidt, als THE BAND OF BROTHERS vielleicht ein letztes Mal auf gemeinsame Akustik-Folk-Tournee. Sie spielen wunderschöne eigene Kompositionen, Blues-Klassiker, Country- und amerikanische Folksongs in Bandbesetzung mit Gitarren, Mandolinen, Mundharmonika, Saxophon, Flöte, Bass und Cajón; der perfekte musikalische Teppich für die fünf grandiosen Stimmen und ihr Publikum und das seit mehr als vier Jahrzehnten – Buena Vista Social Club auf US-amerikanisch oder Liedertour made in USA!
 
www.liedertour.de/projekte/liedertour/

Im Dienste der Freiheit

Das Buch „Im Dienste der Freiheit“, eine Erstausgabe von Wilhelm Bock, wurde dem Förderverein am gestrigen Abend im Rahmen der Veranstaltung „Die Morde von Mechterstädt“ übergeben und wird künftig in der Dauerausstellung präsentiert.

Vortrag und Buchvorstellung:
Dr. Helga Raschke
„Der Märtyrer Josef Ritter von Gadolla und das Kriegsende in Gotha“
17. Dezember 2015, 18.00 Uhr
Tivoli Gotha
 
 
Veranstalter: Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V.
 
Der Eintritt ist frei!
 
„Der Märtyrer Josef Ritter von Gadolla und das Kriegsende in Gotha“ heißt das neue Buch von Dr. Helga Raschke. Es gibt einen Einblick in die altösterreichische Adelsfamilie der Gadollas. Oberstleutnant Josef Ritter von Gadolla hatte gegen den Befehl, Gotha im Zweiten Weltkrieg bis zum letzten Mann zu verteidigen, weiße Fahnen hissen lassen. Nach seinen Versuchen, die Stadt den amerikanischen Streitkräften zu übergeben, wurde er in Weimar vor ein Standgericht gestellt und am 5. April 1945 hingerichtet.  Helga Raschke veranschaulicht das Lebensbild des österreichischen Offiziers, seine Mentalität und großen persönlichen Konflikte beim Verweigern des militärischen Befehls. Neben der Vorstellung des Buches werden auch Lichtbilder von den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges in unserer Stadt gezeigt. Mit der bedingungslosen Übergabe der Stadt am 4. April 1945 an die amerikanischen Streitkräfte endete für die Gothaer der entsetzliche Krieg, mit vielen Toten, menschlichen Leiden und Zerstörungen durch Luftangriffe.

„Ich kam als Gast in euer Land gereist …“

Ausstellung und Vortrag im Gothaer Tivoli 

 

Die beeindruckende Ausstellung thematisiert „Deutsche Hitlergegner als Opfer des Stalinterrors. Familienschicksale 1933-1956.“

Zum Ende der Ausstellung am 1. Dezember 2015, 19.00 Uhr, spricht Dr. Wladislaw Hedeler zum Hitler-Stalin-Pakt und den Auswirkungen auf den antifaschistischen Widerstandskampf“.

Der Hitler-Stalin-Pakt: Am 23. August 1939 trafen Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und seine Begleiter zu Verhandlungen über den Nichtangriffspakt in Moskau ein. Am darauf folgenden Tag war der Wortlaut veröffentlicht, das Zentralorgan der KPdSU(B) „Prawda“ und die Regierungszeitung „Iswestija“ erschienen mit einem Foto von Josef Stalin und Wjatscheslaw Molotow an der Seite von Joachim von Ribbentrop und Friedrich Gaus. Auf der Außerordentlichen Tagung des Obersten Sowjets der UdSSR erfolgte am 31. August die Ratifizierung des Vertrages. Einen Tag später begann der Krieg zwischen Deutschland und Polen.

Mit dem Pakt nahm die Kommunistische Internationale (Komintern) bisherige, nach Auffassung ihres Generalsekretärs Georgi Dimitroff veraltete Losungen wie die der „Einheitsvolksfront“ zurück und begrüßte die Zerschlagung Polens, weil es der UdSSR auf diese Weise möglich war, das sozialistische System auf neue Territorien und die jeweilige Bevölkerung auszudehnen. Nach Abschluss des Paktes trafen unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 1200 und 1400 deutsche Staatsbürger aus der UdSSR in Deutschland ein, ca. 300 von ihnen waren zwangsweise ausgewiesen worden. Die meisten kamen direkt aus dem Gulag. Unter den Ausgewiesenen, genauer den Ausgelieferten, waren Antifaschisten und Juden. Mit ihrer Auslieferung brach die UdSSR mit internationalen Rechtsnormen.

Der Historiker, Publizist und Übersetzer Wladislaw Hedeler wurde 1953 in Tomsk geboren, wo sein Vater von 1943 bis 1955 in der Verbannung leben musste. Mit anderen Betroffenen und Opfern des stalinistischen Terrors gründete er den Arbeitskreis „Sowjetexil“, dessen Ausstellung im Gothaer Tivoli zu sehen ist. Er gehört zu den international renommiertesten Forschern zur Geschichte der Sowjetunion, des Kommunismus und Stalinismus.

 

Es laden ein: die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, KommPottPora e.V., Förderverein Gothaer Tivoli und der Verein für Stadtgeschichte Gotha. Eintritt frei!

 

Im Schatten des Gulag – als Deutsche unter Stalin geboren

Film und Zeitzeugengespräch am 10. November 2015, 19.00 Uhr, Tivoli Gotha

Im wiedervereinigten Deutschland fürchten sie, dass nicht nur ihre Heimat, die Sowjetunion, sondern auch die kommunistischen Ideale ihrer Eltern in Misskredit geraten, wenn über das Schicksal ihrer Familien gesprochen wird. Acht Männer und Frauen erzählen im Film aus ihrem Leben. Ihre Erinnerungen sind ausschließlich mit historischem Foto- und Filmmaterial bebildert. Der Film erzählt sechzig Jahre nur dürftig bekannter Geschichte über eine Spanne von mehr als 12.000 Kilometern.

Im Anschluss an den Film spricht die Koautorin Annette Leo mit dem Zeitzeugen Pawel Lochthofen.

Annette Leo ist Historikerin und Publizistin. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Geschichtsbilder und Erinnerungskultur. 2012 erschien ihre viel beachtete Biographie von Erwin Strittmatter. Ihr aktuelles Buch „Die Wunschkindpille“ (zusammen mit Christian König) befasst sich mit weiblicher Erfahrung und staatlicher Geburtenpolitik in der DDR“.

Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, KommPottPora e.V., Förderverein Gothaer Tivoli e.V., Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V.

 

An alle Marinebegeisterten oder Ehemalige der „VM“

Die Marinekameradschaft Gotha lädt am Freitag, den 11. September 2015“ um 18:30 Uhr zur Buchlesung im historischen Saal der Gedenkstätte Tivoli ein.

 

Marinehistoriker Dr. Ingo Pfeiffer, Fregattenkapitän a. D. stellt sein Buch vor „Seestreitkräfte der DDR“.

Abriss 1950 – 1990

 

Verbindliche Anmeldungen unter 03621/25462 – E. Duberow

Kostenbeitrag: 5 €

 Maurenbrecher + Bandt + Schüller + Göpel

Tivoli Gotha - Schwarz Rot Gold - 25 Jahre Lieder-Tour 

 

Seit 25 Jahren gehen Musiker unterschiedlicher Genres und Besetzungen – Liedermacher, Chanson-Interpreten, Singer/Songwriter, Folk- und Rockpoeten, Newcomer und Etablierte auf gemeinsame Liedertour jenseits von Mainstream und Belanglosigkeit.

Die Jubiläums-Liedertour 2015: 3 Liedermacher, 3 Musiker-Generationen, 3 verschiedene Handschriften, Erfahrungen, Ansichten und Erwartungen – ein Songfestival in SCHWARZ ROT GOLD. Gemeinsam auf einer Bühne unterhalten sich das ultimative Liedermacher-Dreigestirn Ralph Schüller (Jg.´68) + Manfred Maurenbrecher (Jg.´50) + Bastian Bandt (Jg.´78) musikalisch – unterstützt von einer vielköpfigen und stilistisch vielseitigen Begleitband – über das Land, die Leute und sich selbst.

Den Auftakt machen Silvia und Maik Göpel mit einem Ausschnitt aus ihrem neuen Programm: „Lebenserwartung“. 

 

Donnerstag, 03. September, 19:30 Uhr, Tivoli Gotha

 

Reservierung: 03621 – 70 41 27

 

E-Mail: info@tivoli-gotha.de

 

12 €, Erm. 10 €

Kaffee, Stollen und Landolf Scherzer – Lesung im Gothaer Tivoli

Am Samstag, den 29.11.2014 um 16 Uhr liest Landolf Scherzer im Rahmen einer Benefizlesung im Historischen Saal des Gothaer Tivoli (Am Tivoli 3) aus seinem im Frühjahr dieses Jahres erschienen Buch „Stürzt die Götter vom Olymp: Das andere Griechenland“. Als Autor schlüpfte Scherzer zunächst in die Rolle eines Pauschaltouristen: Vier Sterne und all inclusive. Doch dann reiste Landolf Scherzer noch einmal und dieses Mal für ihn richtig, denn sie führte ihn in das Innere der Krise: Staatsverschuldung, Vorurteile – diesseits und jenseits, Bürokratie, die Suche auf Antworten nach der Schuld an dieser Krise, die Solidarität oftmals kaum sichtbar und selbstverständlich, kurzum: Menschenleben und Menschengeschichten inmitten dieser äußerst schwierigen Zeit Griechenlands. 

 

Landolf Scherzer, 1941 in Dresden geboren, ist einer der bekanntesten Thüringer Autoren, der in der Nähe von Suhl lebt und mit seinem Reportageband „Der Erste“ (1989), aber auch seinen folgenden Büchern, wie zum Beispiel „Der Zweite“(1997), „Der Letzte“ (2000) oder „Madame Zhou und der Fahrradfriseur (2012) viel gelesen und viel diskutiert wurde.

 

Sehr geehrte Freunde des Gothaer Tivoli,

ich lade Sie ein Gast bei uns zu sein und freue mich über Ihr Kommen. Kaffee, Stollen und Landolf Scherzer versprechen einen vergnüglich-nachdenklichen Nachmittag. Gern werde ich Sie im Namen des Vorstands im Tivoli willkommen heißen.

 

Nehmen Sie sich Zeit mit Landolf Scherzer und uns ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt sowie Kaffee und Kuchen sind kostenfrei.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

 

 

 

Marlies Mikolajczak

Vereinsvorsitzende

4. Kunsthandwerkermarkt am 23. November 2013

Kulturnacht 2013

10. Gothaer Kulturnacht – die Band „WARU“ im Gothaer Tivoli

 

Am Freitag, den 7. Juni 2013 lädt die Gothaer Innenstadt zu einer besonderen nächtlichen Reise, die niemals enden sollte, ein. Die 10. Gothaer Kulturnacht steht unter dem Motto: „In einer Nacht um die Welt …“.

 

An 26 Veranstaltungsorten öffnet Gotha sein Tor zur Welt. Auch das historische Tivoli, die Gedenkstätte des Vereinigungskongresses zweier Arbeiterparteien von 1875, ist wieder Veranstaltungsort. In diesem Jahr wird ein noch nie dagewesenes Programm geboten: WARU – die Didgeridoo- und Weltmusikband aus Leipzig vereint vier Musiker der Kontinente Asien, Afrika und Europa. Ihre Songs sind geprägt von ihren kulturellen Wurzeln und Traditionen sowie einer Fülle von exotischen Instrumenten, die neben dem bekannten Didgeridoo der Aborigines zum Einsatz kommen.

 

Im historischen Saal mit seiner wunderbaren Akustik werden die Auftritte der Band um 20.45 Uhr, 21.45 Uhr und 22.45 Uhr zu erleben sein. Der Shuttle-Bus hält direkt vor der Tür des Tivoli und bringt die Gäste vom oder zum nächsten Veranstaltungsort.

Im Tivoli kann man die Kulturnachtbändchen zum Preis von 10 € erwerben. Der Tivoli-Verein hält legendären Rotwein, aber auch Bier oder alkoholfreie Getränke für die Gäste bereit. Lassen Sie sich überraschen und inspirieren im historischen Tivoli!

 

Marlies Mikolajczak

Vereinsvorsitzende    

Wilhelm Bock Preis 2013 geht an Premierminister Dr. Robert Fico

 

Der slowakische Ministerpräsident Dr. Robert Fico wird im Jahre 2013 in Gotha für sein sozial und demokratisch engagiertes Wirken in einem friedlichen Europa mit der höchsten undotierten Auszeichnung für einen Politiker in Süd-, Ost und Mitteleuropa dem „Wilhelm-Bock-Preis Gotha 2013“ geehrt.

 

Premierminister Dr. Robert Fico wird im Rahmen der Festlichkeiten „150 Jahre Sozialdemokratische Partei Deutschlands“ in der Bundesrepublik weilen und am 23. Mai 2013 nach Gotha kommen. Dort erwartet ihn um 16.30 Uhr Oberbürgermeister Knut Kreuch mit den Spitzen der Stadt zur Eintragung ins Goldene Buch der Stadt im Rathaus, um gegen 17 Uhr mit ihm im Tivoli einzutreffen, wo der Festakt zur Verleihung stattfinden wird.

 

Festredner für Premierminister Fico wird Bundeskanzler a.D. Dr. Gerhard Schröder sein, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbindet. Auch der slowakische Botschafter Seine Exzellenz Igor Slobodnik in der BRD wird Gast des Festaktes sein.

 

Der „Wilhelm-Bock-Preis“, dessen Namensgeber der große deutsche Sozialdemokrat Wilhelm Bock (1846-1931) ist, wurde 2008 erstmals durch den sozialdemokratischen Oberbürgermeister der Stadt Gotha, Knut Kreuch, gestiftet. Preisträger waren bisher der Ministerpräsident a. D. und Vorsitzenden der Tschechischen Sozialdemokratischen Partei Jiri Paroubek, der estländische Ministerpräsident a. D. und Europapolitiker Andres Tarand, der „Vater der deutschen Ostpolitik“ Prof. Egon Bahr, die bulgarische Vizepremierministerin Dr. Meglena Plugtschieva und 2012 ging der Preis an den Präsidenten der Republik Serbien a. D. und Vorsitzenden der Demokratischen Partei Boris Tadic.

 

„Ein neuer und großartiger Tag für Gotha und das sozialdemokratische Engagement in der Stadt, das frühzeitig durch Emil Sauerteig am 29. März 1863 mit der Gründung eines Arbeitervereins begonnen hat“ freut sich Oberbürgermeister und Stifter Knut Kreuch.

  

 

gez. Marlies Mikolajczak

Förderverein Gothaer Tivoli e.V.

 

zur Nachberichterstattung

 

Pressemitteilung

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

 

der Förderverein Gothaer Tivoli e.V. erhält am Mittwoch, den 12. Dezember 2012 um 14 Uhr im Historischen Saal des Tivoli aus den Händen des SPD-Landesgeschäftsführers, Rene Lindenberg, und im Auftrag der VR Bank eine Spende in Höhe von 1.000 Euro von der VR Bank Bad Salzungen Schmalkalden e.G..

 

„Diese Spende bestätigt uns in unserer ehrenamtlichen und gemeinnützigen Arbeit für die Bürger der Stadt Gotha und deren Gäste. Seit nunmehr 7 Jahren öffnet der 1992 gegründete Verein das historische Tivoli als Museum mit Dauer- und Sonderausstellungen und als Veranstaltungsort. Die Vielzahl der Veranstaltungen des vergangenen Jahres in dieser Gedenkstätte wäre ohne das gute Klima und das überdurchschnittliche Engagement der Tivoli-Vereinsmitglieder nicht möglich gewesen. Mein Dank – verbunden mit den besten Wünschen für das kommende Jahr - gilt allen Beteiligten. Es ist schön, dass dieses, unser Engagement für die Region auch von außen gewürdigt wird, unser herzlicher Dank geht vor allem an die VR Bank Bad Salzungen – Schmalkalden. Diese Spende wird dringend benötigt, denn die Miete an die Stadt Gotha und vor allem die Nebenkostenabrechnungen stehen gleich Anfang 2013 wieder ins Haus. Auch in 2013 wird der Verein wieder die Türen des Tivoli öffnen. Gegenwärtig laufen die Planungen auf Hochtouren. Neben dem 150-jährigen Gründungsjubiläum der SPD wird es auch wieder Kunst geben, ein Hildegard-Knef-Chansonabend interpretiert von Carola Moritz ist im Frühjahr geplant.“, so Marlies Mikolajczak, Vereinsvorsitzende des Tivoli-Vereins.

 

im Folgenden sehen Sie an dieser Stelle die aktuellen und kommenden Veranstaltungen in unserem Haus im Überblick!

Datum
Uhrzeit Veranstaltung
  01.11.2012  15:00 Uhr

 Verleihung "Der Rote Bock" 

  24.11.2012  10:00 - 18:00 Uhr  Kunst- und Handwerkermarkt
     
     
     
     

Der Rote Bock 2012

Am Donnerstag, den 1. November 2012, 15:00 Uhr im Tivoli! 

Der Rote Bock - Preis für sozialdemokratisches Engagement in Ost- und Mitteleuropa

wird an Herrn Boris Tadič verliehen!

Boris Tadič 

Vorsitzender der Demokratischen Partei (DP) in Serbien

Präsident Serbiens von 2004 bis 2012

geboren am 15. Januar 1958 in Sarajevo

Kunst - und Handwerkermarkt 2012 im Gothaer Tivoli

Es ist bereits zu einer guten Tradition geworden: der Kunsthandwerkermarkt Ende November im Tivoli.

In diesem Jahr öffnet der Markt bereits am Freitagnachmittag, den 23. November 2012 seine Türen. In der Zeit von 16.00 bis 22.00 Uhr können Sie Thüringer Kunsthandwerk betrachten, schätzen und kaufen. Ab 20.00 Uhr beginnt die öffentliche Generalprobe zur Modeperformance der Theatergruppe des "Art der Stadt" Gotha, bekleidet vom Ladengeschäft "Verwebtes".

 

Am Samstag, den 24.11.2012 hoffen die Aussteller von 10.00 - 18.00 Uhr auf einen regen Besucheransturm und großes Kaufinteresse. 10.30  und 12.00 Uhr wird der Markt musikalisch mit der Klezmerband "Viriditas" aus Gotha eröffnet.

Um 11.30 Uhr hält die Farb - und Stilberaterin Christine Holland-Cunz einen Vortrag zum Thema: "Gut behütet durch den Winter" und 14.00 Uhr spricht  sie über "Tücher tragen mit Genuss". Sie können nach den Vorträgen auch gern einen individuellen Beratungstermin mit ihr vereinbaren. Ein Highlight ist um 16.00 Uhr die Modeperformance.

 

Für die Kinder gibt es eine Bastelstube. Es kann nach Herzenslust gefilzt oder es können Weihnachtssterne gebastelt werden.

Für das leibliche Wohl sorgen die Mitglieder des Tivoli-Fördervereins im Tivoli-Cafe.

Zu den ausstellenden Kunsthandwerkern gehören Drechsler, Filzer, Weber, Schmuckgestalter, Blumenbinder, Textilkünstler, Grafiker, Keramiker, Stricker und Holzbildhauer.

 

Eintritt kostet für Erwachsene: 2,-€. Kinder haben freien Eintritt.

Chansonabend im Gothaer Tivoli

Mit ihrem Programm „En passant – Bilder und Chansons" sind Carola Moritz (Gesang und Texte), Bettina Gerullis (Akkordeon) und Friedrich –W. Gärtner (Fotos) als „compagnie en route". Am Samstag, den 14. Juli 2012, dem französischen Nationalfeiertag, gastiert das Ensemble im Gothaer Tivoli. Der Ort ist bewusst gewählt. Nicht nur im weiteren Sinn hat der Sturm auf die Bastille etwas mit der deutschen Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts zu tun. Nein, die phantastische Akustik des Historischen Saales ermöglicht den Zuhörern ein Rendezvous mit alten, bekannten und in aller Regel zeitlos schönen französischen Chansons von Edith Piaf, Juliette Gréco, Jaques Brel, Gilbert Becaud oder Serge Gainsbourg.

„En passant" ist ein bemerkenswerter Dreiklang aus Musik, Gesang und stimmungsvollen Fotografien, den sich die Freunde des Chansons und Frankreichs nicht entgehen lassen sollten.

Beginn der Veranstaltung ist 20.00 Uhr. Eintritt: 13,00 €, ermäßigt 9,00 €, für Schüler/Studenten 8.00 €. Natürlich werden Rotwein und Käsebaguette für die Zuhörer gereicht, denn auch das Kulinarische gehört zum französischen Chanson.

Kartenvorbestellung im Gothaer Tivoli, Am Tivoli 3, Telefon: 03621/704127.



Gotha – einmaliger Ort der Geschichte

Historische Fachtagung im Tivoli

 

Gotha ist ein herausragender Erinnerungsort europäischer und deutscher Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert, in dem sich Spannungsverhältnisse zwischen Demokratie und Diktatur, Einheit und Spaltung, sozialer und politischer Ausgrenzung und Integration widerspiegeln.

Im Juni 1849 tagte in Gotha das Gothaer Nachparlament mit ehemaligen Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung. Weiterhin fand 1875 der Vereinigungskongress zwischen „Lassalleanern“ und „Eisenachern“ zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) statt. Es folgten die sozialdemokratischen Parteitage 1876, 1877 und 1896. In Gotha kam es mit der Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD, 1917) zur Spaltung. Als Folge der revolutionären Umbrüche wurde in Gotha erstmals in Deutschland der Achtstundentag per Gesetz eingeführt und der regierende Herzog entschädigungslos enteignet. Nach der NS-Diktatur wurde 1946 der Landesverband der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) gegründet. Nach der friedlichen Revolution 1989 konstituierte sich am 27. Januar 1990 im Tivoli der Landesverband der Sozialdemokratischen Partei (SPD).

Der einmalige historische Ort Gotha ist Anlass für die August-Bebel-Gesellschaft e. V. aus Eisenach, die Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen und den Förderverein Gothaer Tivoli e. V. eine Fachtagung zur „Erinnerungskultur in der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie einst und jetzt“ auszurichten. Im Rahmen des öffentlichen Teils der Tagung referiert Prof. Dr. Bernd Faulenbach von der Universität Bochum zum Thema „Erinnerungsorte der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie und ihre Bedeutung für die Gegenwart“ und der Landtagsabgeordnete Matthias Hey (SPD) spricht zur „Bedeutung der Geschichte für heutige sozialdemokratische Politik“. An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen neben den Referenten zudem Marlies Mikolajczak, Finanz- und Sozialdezernentin der Stadt Gotha und Meik Woyke vom Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn teil.

Die Veranstaltung findet am Freitag, den 11. November 2011, um 17.00 Uhr im Gothaer Tivoli statt. Herzlich willkommen!



Karl May im Gothaer Tivoli

 

Am 8. April 1911 reiste Karl May mit seiner Gattin nach Gotha, um im Amtsgericht der Zeugenaussage einer Gothaerin beizuwohnen, die unweit des Gothaer „Tivoli’s“ wohnte. Es war möglicherweise der einzige, zumindest aber der letzte Besuch des deutschen Erfolgsautors in der Residenzstadt.

 

Die Stadt Gotha widmet der Erinnerung an dieses Ereignis an den historischen Orten, wie dem Amtsgericht Gotha, am 8. April 2011 eine musikalisch umrahmte Lesung mit allen drei bisherigen Kurd-Laßwitz-Stipendiat(inn)en Christoph Kuhn (2008), Claudia Engeler (2009) und Ursula Muhr (2010). Mit ihrer Unterstützung werden die historischen Details zu diesem Besuch aufgedeckt. Die drei bisherigen Gothaer Stadtschreiber treffen dabei erstmals persönlich aufeinander und freuen sich auf ein Wiedersehen mit Gotha.

 

Im Anschluss an die Veranstaltung im Amtsgericht um 11:00 Uhr  findet im Tivoli (Am Tivoli 3) ab 12.30 Uhr eine Präsentation des Karl-May-Verlages statt, bei der Geschäftsführer Bernhard Schmid einen Vortrag halten wird. Bernhard Schmid ist der Enkel des Verlagsgründers Dr. Albrecht Euchar Schmidt, der Karl May persönlich kannte und nach dessen Tod auf Wunsch des Schriftstellers und dessen Witwe das literarische Erbe übernahm. Bis heute sind die grünen Bände mit den gold bedruckten Buchrücken das Markenzeichen des Verlages und fester Bestandteil vieler privater Bibliotheken.

 

Darüber hinaus besteht im Rahmen der Veranstaltung im Tivoli die Möglichkeit auch mit den drei Kurd-Laßwitz-Stipendiat(inn)en ins Gespräch zu kommen. Alle interessierten Gothaerinnen und Gothaer sind zu dieser Begegnung in das Tivoli eingeladen, auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

 

 

Maik Märtin

Pressereferent

Lesung Gert Schramm am 25.03.2011 um 19 Uhr

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann. Mein Leben in Deutschland. Autobiographie

Die Erinnerungen von Gert Schramm, einem schwarzen Deutschen, der während des Nationalsozialismus im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert war, erzählen eine ungewöhnliche deutsche Geschichte: vom Leben und Überleben im »Dritten Reich«, von Nachkriegsanfängen und Neuorientierungen, von der DDR und dem Nachwendedeutschland.

Gert Schramm wird 1928 als Sohn einer Thüringerin und eines schwarzes US-Amerikaners in einem kleinen Dorf bei Erfurt geboren. In die behütete Kindheit bei den Großeltern und das ruhige, beschauliche Leben in Witterda, einem Dorf in der Nähe von Erfurt, bricht bald schon die Allgegenwart des Nationalsozialismus ein. Der Junge, dem man seine „nicht arische“ Herkunft schon weitem ansieht, wird zunehmend angefeindet, der Schulleiter, der ein so kaltblütiger wie hartnäckiger Nazi ist, betreibt die Entfernung des Kindes aus seiner Schule. Mit der Idylle in Witterda ist es aus und vorbei. Für den erst Vierzehnjährigen beginnt eine Odyssee durch Polizei- und Gestapogefängnisse, die über ein Jahr andauern soll. Die behördlichen Schlingen ziehen sich zusammen. Für elf Monate wird das KZ Buchenwald zum erzwungenen Lebensort des Fünfzehnjährigen. Er sieht die alltägliche Brutalität der SS, ist mit Hunger und Tod konfrontiert. Doch er lernt auch viel über Kameradschaft und Anteilnahme, über das solidarische Verhalten und die persönliche Courage einiger seiner Mithäftlinge, die versuchen, ihn soweit wie möglich zu schützen und vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Die Auflösung des Konzentrationslagers und die Rückführung von abertausenden ehemaligen Häftlingen stellt eine ungeheure Aufgabe dar. Gert Schramm fängt als Dolmetscher für die Sowjetische Militärkommandantur in Langensalza an. Ironie des Schicksals: Sein Russisch hat er von einstigen Zellengenossen und ins KZ verschleppten Kindern gelernt. Wenig später wird er für kurze Zeit zum NKWD, dem sowjetischen Geheimdienst, befohlen.

Auch das Jugendamt schaltet sich noch einmal ein, denn er ist noch nicht volljährig und sein »Fall« soll erneut aufgerollt werden. Für den jungen Mann ist es unfassbar, dass diejenigen, die für sein Schicksal eine Mitverantwortung tragen, noch immer in Amt und Würden sind. Schon bald wird es Gert Schramm in Thüringen zu eng, und er macht sich auf einen abenteuerlichen Weg, der ihn über den Westen Deutschlands nach Frankreich führt.

Als einstiger NS-Verfolgter hätte Gert Schramm in der DDR ein geruhsames Leben führen können, doch er lehnt dieses Privileg immer wieder entschieden ab. Stattdessen nimmt er an Aufbauprojekten teil. Dem wachsenden Druck »von oben«, in die Partei einzutreten, beugt er sich nicht. Als sich die Chance bietet, in der Bundesrepublik zu arbeiten, siedelt er kurz entschlossen mit seiner Familie ins Ruhrgebiet, kehrt aber bald wieder aus familiären Gründen in die DDR zurück. Wieder beginnt die Familie bei Null – von einem skurrilen Rückkehrerlager aus an zugewiesenen Wohn- und Arbeitsorten. Trotz allem Druck bleibt er weiter erklärtermaßen parteilos und kann sich, vielleicht auch deshalb, auf ein erstaunliches Netz von Beziehungen und ein besonderes Gespür für unkonventionelle Wege verlassen. Doch dem Dauerstress lässt sich nicht ewig trotzen. Dieses eine Mal nutzt Gert Schramm seine Sonderstellung, um sich als »Normalsterblicher« in den letzten Jahren der DDR als Taxiunternehmer selbständig zu machen. Seit er – nach der Wende –  von Neonazis bedroht wurde, engagiert er sich in der Aufklärungsarbeit gegen Rechts.

 

Gert Schramm, geboren 1928 in Erfurt, war Bergmann und Speditionsunternehmer. Er ist Mitglied des Häftlingsbeirates beim Internationalen Komitee Buchenwald-Dora-Nebenlager. Gert Schramm ist verwitwet und lebt in Eberswalde.